Dienstag, 1. November 2011

Alles, was in der letzen Zeit so los war...

So, ein bisschen Zeit ist wieder verstrichen seit dem letzten Eintrag, sodass hier mal wieder ein paar Neuigkeiten erwähnt werden können.
Da ich ja sonst hier unter chronischer Langeweile leide (haha), mache ich jetzt einen Naturführerkurs für das Hohe Venn und die Eifel mit. Das heißt, wer mich gegen Ende des EVS besucht, der kann dann eine (mehr oder weniger) perfekt geführte Wanderung durchs Venn bekommen. Auf Bodenkunde und Pilze dürft ihr dann nur nicht so einen großen Wert legen, die Kurstage liefen schon im September. Insgesamt geht der Kurs bis Juni und umfasst durchschnittlich ca. 3 Samstage im Monat (mal mehr, mal weniger) von 10 bis 16.30 Uhr. Das reduziert das Wochenende natürlich drastisch, aber dafür bekomme ich nach der Abschlussprüfung auch hoffentlich ein „Diplom-Naturführer-Zeugnis“. (Der Begriff „Diplom“ ist in Belgien nicht geschützt und darf auch von anderen Institutionen als einer Hochschule vergeben werden). Zwei Kurstage habe ich jetzt schon mitgemacht: Erste Hilfe und Geologie 1. War beides ganz interessant, auch wenn der Geologiemensch didaktisch nicht so großartig war. Oftmals gibt es bei den Themen auch einen praktischen Teil, wo wir auch rausgehen und wandern, um uns den behandelten Stoff (in diesem Fall: Steine) in natura anzugucken. Das macht bei diesem Wetter auch echt Spaß, denn seit gut einer Woche sind hier fast jeden Tag gut 15°C und strahlender Sonnenschein. Möge dieser Zustand auch noch bis Ende der Woche halten, denn von Mittwoch bis Freitag haben wir hier Herbstlager mit den Kindern. Hier in Belgien haben diese Woche die Herbstferien erst angefangen. Und dieses Angebot ist sozusagen ein Ferienlager für die Kinder, jeden Tag machen wir von 10 bis 16 Uhr irgendwelche Aktionen, Spiele etc. da ist es natürlich schöner, wenn man rausgehen kann. Am Freitag wird dann als Höhepunkt gemeinsam gekocht und zum Nachtisch werden Kekse bunt verziert. Deswegen habe ich gestern Abend erstmal 2 kg „Keksrohlinge“ gebacken, die dann von den Kindern mit Zuckerguss und Streuseln bearbeitet werden dürfen. (Es sind übrigens die guten Probenlagerkekse.)
Eine weitere Erfahrung der letzten Tage ist übrigens, dass der ach-so-fortschrittliche Westen doch nicht so fortschrittlich ist. Das erste Mal grinsen musste ich, als es in dem Bus nach Aachen keine Stempelautomaten gab, sondern der Busfahrer sein Datumsstempelchen da noch von Hand draufsetzt (könnte natürlich sein, dass das daran liegt, dass es ein grenzüberschreitender Bus ist, ist aber trotzdem lustig, finde ich). Das Grinsen vergangen ist mir dann, als ich vorgestern hier in Eupen im städtischen Hallenbad war. Ich hätte echt nicht gedacht, dass es in Mitteleuropa noch eine Schwimmhalle gibt, in der Badekappenpflicht besteht…Davon hatte ich natürlich keine Ahnung, hops fröhlich ins Wasser, bis mich nach 2 Bahnen der Bademeister gleich wieder rausholt und mich darauf hinweist. Daraufhin durfte ich tropfend zum Eingang zurückeilen und mir dort eine Badekappe ausleihen. Wer weiß, auf welchem Läusekopp die schon gesessen hat, aber ich hoffe mal, dass die im Chlorwasser nicht allzu lange überleben würden. Ob ich da nochmal schwimmen werde, werde ich mir noch überlegen, aber wenn, dann kauf ich mir vorher noch eine eigene Badekappe.
Letzten Dienstag hatte ich den ersten „Heimatbesuch“: Elli war grad in der Gegend und wir haben uns in Koblenz getroffen. Es war ein sehr schöner Tag: wir haben uns das Deutsche Eck angeguckt, sind ein bisschen durch die Geschäfte gezogen (Der Mantel ist toll, Elli!) und wollten auch noch ins Karnevalsmuseum, aber das hatte leider geschlossen. Dafür konnte man noch ein paar Überreste von der BUGA finden, die bis Mitte Oktober in Koblenz war, sodass noch einige schöne Bepflanzungen zu sehen waren. Allerdings war Koblenz doch weiter weg von Eupen, als ich gedacht hatte, die Hinfahrt dauerte 3 Stunden, die Rückfahrt sogar 4. Natürlich ist das der Pünktlichkeit der Deutschen Bahn geschuldet. Zuerst dachte ich noch, ich bekomm in Köln den Regio nach Aachen gar nicht mehr, aber es ist ja auch Verlass auf die Bahn: Wenn ein Zug zu spät kommt, ist der andere auch nicht pünktlicher. Somit hatte ich wenigstens den Anschluss in Köln und musste dann nur in Aachen noch eine dreiviertel Stunde auf den Bus nach Eupen warten.
In Koblenz habe ich mir auch noch eine Mütze und eine Thermosflasche gekauft, und in dem Moment ahnte ich noch gar nicht, wie vorausschauend das war. Am nächsten Tag haben wir auf Arbeit nämlich erfahren, dass in unseren Büros für die nächsten 4 Wochen die Heizungen abgestellt werden, weil an diesen Haus gerade gebaut wird. Da war die Idee mit der Thermosflasche echt nicht schlecht. Nun wird in den Büros nur noch das nötigste gemacht und alles andere mit dem Laptop in der Teeküche. Die ist in dem anderen der beiden Häuser und da ist es immer am wärmsten.
Aber so viel arbeiten müssen wir im Moment auch nicht, der November ist hier mit Feiertagen ganz gut bestückt. 1.11 ist Allerheiligen (also heute) und gestern war offizieller Brückentag (d.h. da musste man nicht mal Urlaub für nehmen). Am 11.11. ist auch frei (Waffenstillstand, ich glaube des 1. Weltkrieges) und am 15. 11 ist Tag der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG). Montag, der 14.11. ist somit praktischerweise wieder ein Brückentag.
Also können wir erstmal eine ruhige Kugel schieben, und im Winter ist hier ja dann eh nicht soviel los.

Hier noch ein paar Fotos aus Koblenz. Einen Dank dafür an E.F. . Ich werd hoffentlich auch demnächst eigene Fotos haben, aber der Film muss erst noch voll fotografiert werden...:-D

Deutsches Eck, der Zusammenfluss von Mosel (links) und Rhein (demzufolge rechts)
          
Blumenbepflanzung für die BUGA
                                                  
Ich in Koblenz :-)

6 Kommentare:

  1. Mensch da hab ich ja mal getroffen, dafür dass ich sonst nur alle paar Wochen hier mal reingucke. Es ist schön zu hören, dass es dir gut geht. Aber könnt ihr die Arbeit am Laptop nicht auch mit nach Hause nehmen, da müsste es doch auch wärmer sein?
    Ganz liebe Grüße aus dem deutlich kälteren und deutlich trüberen Kiel
    Uli

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  2. Wenn man das so mit den Feiertagen hört, wünschte man sich doch auch hier ein paar mehr (besonders die mit Brückentagen :-)

    Kannst du bitte ein paar Probenlagerkekse auf die Reise zu uns schicken? Die werden uns fehlen (du natürlich auch!)

    *Lg von der Mietzi und Papa

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  3. Erste Hilfe und Geologie 1... na ja... wer hätte das, nach dem desaströsen Abschneiden in Geobotanik... :D

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  4. Seit wann ist bitte eine 2.0 desaströs?

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  5. okay... ganz so schlimm war es nu nich mit der Birgit in der Geobotanik!

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