Montag, 7. Mai 2012

Schweizer in Belgien


Naja, keine echten Schweizer, sondern ausgewanderte Deutsche, aber immerhin.
Überraschung nach der Norddeutschlandrundreise in meinem Mailbriefkasten: Meine Patentante Ines und ihr Ehemann Jörg fragten, ob sie denn in der darauffolgenden Woche zu Besuch kommen dürften. Na klar, ich freu mich!
Am darauffolgenden Mittwoch wurde ich also schon von einem Empfangskomitee erwartet, als ich mich, mein Akkordeon und mein Fahrrad nach der Orchesterprobe den Berg hinauf hievte.
Und was muss man natürlich sehen, wenn man hier in der Gegend ist: Klar, das Hohe Venn. Um selbst auch einmal einen anderen Teil davon kennenzulernen, sind wir Richtung Botrange zum höchsten Punkt Belgiens gefahren. Immerhin sind das 694 müdM. Na gut, die Schweizer sind andere Berge gewohnt, aber ich finde es schon echt hoch. Anschließend sind wir noch ein bisschen durch das ziemlich windige und ebenso kalte Venn gewandert. Ein wenig angefröstelt, beschlossen wir, uns in eine wärmere und städtischere Gegend zu begeben und die Wahl fiel auf Maastricht. Eine gute Wahl, wie sich kurze Zeit später herausstellte. Sonnenschein und laue 15°C begleiteten uns auf dem Weg durch die wirklich sehenswerte Stadt. Mal sehen, wie sich der Tourismus in Maastricht in Zukunft verändert, denn seit Mai sind die bekannten Coffeeshops nur noch für Bürger mit Wohnsitz in den Niederlanden zugänglich. So ein leicht „grasiger“ Geruch war an einigen Stellen durchaus zu vernehmen.
Jörg und ich am höchsten Punkt Belgiens
Hohes Venn bei Botrange
Die Überreste der Narzissenblüte
Kaum war es etwas wärmer, sorgten wir für innere Abkühlung
Phänomenale Baumblüte in Maastricht
Mit Patentante Ines :-)

Zum Ausklang des Tages haben wir noch Bilder und Videos von Ines‘ Geburtstagsreise nach Südafrika (Pinguine!) und einer früheren Reise nach Uganda und Ruanda (Gorillas!) gesehen, einfach nur toll. Was für wunderschöne Erlebnisse, die man wohl nie wieder vergisst.
Am nächsten Morgen mussten die beiden leider schon wieder weiter, denn Eupen war sozusagen nur eine Durchreisestation auf dem Weg von Zürich nach Bremen. Um 10 Uhr verließ das Auto mit Baselbieter Kennzeichen den Parkplatz vor dem Haus und wurde bereits um 10:30 Uhr von einem mit Züricher Kennzeichen ersetzt: Meine Schulfreundin Nadin und ihr Freund Björn waren angekommen. Natürlich wollten auch sie das Hohe Venn sehen und nun war doch mal wieder die „Dienstrunde“ dran. Immerhin war es nicht ganz so windig wie am Vortag. Und weil es förmlich auf dem Weg lag, guckten wir uns anschließend das Fachwerkstädtchen Monschau an. Um anschließend auch noch etwas von Belgien zu sehen (Monschau gehört schon wieder zu Deutschland), sind wir noch nach Liège gefahren. Schöner ist die Stadt seit dem letzten Besuch nicht geworden, aber Belgische Fritten können sie wenigstens :-)
Den Abend verbrachten wir dann mit Geduldsspielchen: Björn hatte sich in Monschau in einem wirklich grandiosen Laden ein Würfelpuzzle gekauft und Dine und ich arbeiteten an meinem Geburtstagsgeschenk von Ines, an dem ich am Vorabend schon gescheitert war. Aber für das dreidimensionale Kleeblattpuzzle stellte sich die Kombination Bauingenieurin und Biologin als optimal heraus und in Gemeinschaftsarbeit beendeten wir das Werk.
Hier das Beweisfoto:
Ja, es sieht nicht schwer aus, ist aber tatsächlich ziemlich knifflig.


Für den Samstag hatten wir uns mit einer Freundin von Dine und deren Mann in Aachen verabredet. Zu fünft sind wir dann bei wirklich warmen Temperaturen, aber leider bewölktem Himmel durch Aachen geschlendert. Aachen ist auch wirklich eine schöne Stadt und mit der netten Begleitung war das auch ein richtig schöner Tag. Schließlich mussten auch Dine und Björn weiter und ich habe mich wieder auf den Weg in mein heimeliges Eupen gemacht. Dine und Björn sind inzwischen wieder in der Schweiz, aber bald schon werden sie „für den guten Zweck“, wie man immer so schön sagt, einmal rund um die Ostsee reisen. Wer wissen möchte, warum sie das tun, worum es überhaupt geht und die beiden evtl. unterstützen möchte, der schaue doch mal hier vorbei: Ostseerallye 1 oder hier: Ostseerallye 2

4 Kommentare:

  1. Na bitte, es geht doch ;-)
    und noch einen Tag weniger (und die Vorfreude wächst muss ich sagen)
    die Tine
    P.S.: etwas müd....

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  2. Bevor Tine nach Belgien kommt, werden die Baselbieter Schweizer noch bei ihr in Berlin vorbei schauen - so ist das, wenn die Schweizer reisen...
    Es war wirklich schweinekalt in dieser Ecke Belgiens, also guter Rat an alle Besucher: Warme Sachen mitnehmen! Im Moment sind ja Besuchswochen bei Birgit - allen viel Spass dabei. Uns hat's toll gefallen.

    Die Patentante

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  3. Uns hat es auch supi gefallen :) Wir haben gegen die Kälte einfach sonniges Wetter von unser Rundreise mitgebracht! So, mal gucken, ob das auch klappt, wenn die Neu-Zürcher in einer Woche nach Chemnitz fahren ... irgendwie sind bei uns auch grad Besuchswochen - nur besuchen wir im Moment immer die anderen :P

    P.S.: Der Senf ist halb verteilt und halb vertilgt :)
    P.P.S.: Vielen Dank für die Erwähnung unserer Rallye! Weitere Infos bekommt man hier:
    http://thelastandthecurious.jimdo.com

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  4. Jaja, die Schweizer, wenn sie schon mal in die EU kommen, dann auch gleich richtig ;-) Im Moment ist es übrigens ziemlich warm, allerdings sollen am Wochenende hier schon wieder die Eisheiligen vorbeischauen. Von einer stabilen Hochdrucklage haben die hier wohl echt noch nie was gehört :-)

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