Donnerstag, 12. Juli 2012

Eupener Musikmarathon


Am letzten Wochenende im Juni fand der Eupener Musikmarathon statt, das größte  Festival in Ostbelgien (gut, so viele haben die auch nicht) aber garantiert auch eines der vielfältigsten und dieses Jahr leider auch eines der nassesten…Aber die Musik war echt klasse. Auf sieben Bühnen in der Innenstadt war von Klassik über Rock, Pop, Reggae, Elektro und diverse andere Musikstile einfach alles vertreten. Das Schöne ist ja, dass man bei solchen Gelegenheiten auch mal Bands anguckt, von denen man noch nie im Leben etwas gehört hat. Gut, bei mir war das bei fast allen der Fall, und so wurde ich vielfach positiv überrascht: Ich hätte zum Beispiel nicht gedacht, dass mir eine Mischung aus „Reggae, Pop, Ska und Weltmusik“ von der Band Orféo zusagt, aber so kann man sich irren.
Die drei Hauptacts waren diese Jahr Guano Apes, Jupiter Jones und Caro Emerald, die alle am Sonntag auf der Hauptbühne auftraten. Meine persönliche Meinung zu diesen Auftritten:
-          Guano Apes: Naja…ziemlich laut und vom Gesang hat man fast gar nichts gehört. Außerdem wollte irgendwie der Funke nicht überspringen. Vielleicht lag es auch daran, dass man nur auf ein Meer aus Regenschirmen blickte. Also insgesamt war es einfach nicht so der Knaller.
-          Jupiter Jones: Klasse! Erstens traf die Musikrichtung meinen Geschmack und dann hat man auch einfach gemerkt, dass die Musik für die Band eine Bedeutung hat. Sie konnten halt etwas rüberbringen mit ihren Songs.
Sogar eine Melodika haben sie bei dem Lied „Berlin“ eingebaut. Wie ihr seht, kann man auch aus dem ersten Jahr bei der MuSchuFrö was mitnehmen. Und ganz am Ende von dem Video bin ich für ca. eine Zehntelsekunde im Bild, der Beweis, dass ich auch dabei war ;-)
-          Caro Emerald: Als ihr Auftritt anfing sind wir in die Kneipe nebenan gegangen und haben das Halbfinale Italien-England geguckt, immer mit der Musik von der Bühne im Hintergrund und zwischendurch auch immer wieder zur Bühne gucken gegangen. Der Auftritt war wohl ganz gut, aber die Musikrichtung ist nicht so ganz die meine, zu viel Jazz für meinen Geschmack. Aber bei „A night like this“ waren wir natürlich alle wieder dabei. Da hatte Italien ja auch schon das Elfmeterschießen gewonnen.
Fazit: Die eingeborenen Eupener sagen, dieses Jahr war der Musikmarathon aufgrund der Nässe von oben einfach nicht so schön wie sonst, weil dadurch die sommerliche Gemütlichkeit verloren ging. Den Vergleich zu den Vorjahren habe ich natürlich nicht, gut gewässert wurde man zugegebenermaßen, besonders am Sonntag. Deswegen waren wohl auch eine ganze Menge weniger Leute da als erwartet. Aber wenn das schon das nicht so gelungene Festival war, dann ist es vermutlich mehr als lohnenswert, sich das in den nächsten Jahren noch einmal anzugucken.

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