Am letzten Wochenende im Juni fand der Eupener Musikmarathon
statt, das größte Festival in Ostbelgien
(gut, so viele haben die auch nicht) aber garantiert auch eines der
vielfältigsten und dieses Jahr leider auch eines der nassesten…Aber die Musik
war echt klasse. Auf sieben Bühnen in der Innenstadt war von Klassik über Rock,
Pop, Reggae, Elektro und diverse andere Musikstile einfach alles vertreten. Das
Schöne ist ja, dass man bei solchen Gelegenheiten auch mal Bands anguckt, von
denen man noch nie im Leben etwas gehört hat. Gut, bei mir war das bei fast
allen der Fall, und so wurde ich vielfach positiv überrascht: Ich hätte zum
Beispiel nicht gedacht, dass mir eine Mischung aus „Reggae, Pop, Ska und
Weltmusik“ von der Band Orféo zusagt, aber so kann man sich irren.
Die drei Hauptacts waren diese Jahr Guano Apes, Jupiter
Jones und Caro Emerald, die alle am Sonntag auf der Hauptbühne auftraten. Meine
persönliche Meinung zu diesen Auftritten:
-
Guano Apes: Naja…ziemlich laut und vom Gesang
hat man fast gar nichts gehört. Außerdem wollte irgendwie der Funke nicht überspringen.
Vielleicht lag es auch daran, dass man nur auf ein Meer aus Regenschirmen
blickte. Also insgesamt war es einfach nicht so der Knaller.
-
Jupiter Jones: Klasse! Erstens traf die
Musikrichtung meinen Geschmack und dann hat man auch einfach gemerkt, dass die
Musik für die Band eine Bedeutung hat. Sie konnten halt etwas rüberbringen mit
ihren Songs.
Sogar eine Melodika haben sie bei dem Lied „Berlin“
eingebaut. Wie ihr seht, kann man auch aus dem ersten Jahr bei der MuSchuFrö
was mitnehmen. Und ganz am Ende von dem Video bin ich für ca. eine
Zehntelsekunde im Bild, der Beweis, dass ich auch dabei war ;-)
-
Caro Emerald: Als ihr Auftritt anfing sind wir
in die Kneipe nebenan gegangen und haben das Halbfinale Italien-England
geguckt, immer mit der Musik von der Bühne im Hintergrund und zwischendurch
auch immer wieder zur Bühne gucken gegangen. Der Auftritt war wohl ganz gut,
aber die Musikrichtung ist nicht so ganz die meine, zu viel Jazz für meinen
Geschmack. Aber bei „A night like this“ waren wir natürlich alle wieder dabei.
Da hatte Italien ja auch schon das Elfmeterschießen gewonnen.
Fazit: Die
eingeborenen Eupener sagen, dieses Jahr war der Musikmarathon aufgrund der
Nässe von oben einfach nicht so schön wie sonst, weil dadurch die sommerliche
Gemütlichkeit verloren ging. Den Vergleich zu den Vorjahren habe ich natürlich
nicht, gut gewässert wurde man zugegebenermaßen, besonders am Sonntag. Deswegen
waren wohl auch eine ganze Menge weniger Leute da als erwartet. Aber wenn das
schon das nicht so gelungene Festival war, dann ist es vermutlich mehr als
lohnenswert, sich das in den nächsten Jahren noch einmal anzugucken.
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