Doch die Reise ging weiter. Am Bahnhof kaufte ich noch einen neuen Fahrradschlauch: Sicher ist sicher, man konnte ja nie wissen, wann einen die nächste Panne erwartete.
Aus Düsseldorf heraus fand ich erstaunlich gut, zumindest deutlich besser als hinein. Der Himmel zeigte sich am Vormittag noch etwas wolkenverhangen, doch dass sollte sich im Laufe des Tages laut Wetterbericht noch ändern, also hoffte ich das Beste.
Als ich schon wieder eine Weile unterwegs war, überraschte mich nach einer Kurve eine ganze Schafherde. Ich konnte mich gerade noch in die Einfahrt von einem kleinen Zeltplatz retten, dann zogen sie vorbei: Hunderte von Schafen, ein Schäfer und zwei Hütehunde. Was für ein Spektakel.
| Wo man hinblickte: Schafe! |
Auch an diesem Tag stellte ich mal wieder fest, dass es sich manchmal lohnte, nicht den Schildern des Rheinradwegs zu folgen, denn manchmal führten die schöneren Routen direkt am Wasser entlang, während die offizielle Route ein paar Hundert Meter weiter im Landesinneren verlief und man den Rhein gar nicht sehen konnte. Zugegebenermaßen endeten solche Abweichungsversuche allerdings gelegentlich in Sackgassen.
Die Beschilderung war auch auf diesem Streckenabschnitt teilweise noch etwas verwirrend und in einem kleinen Ort mit großer Baustelle traf ich auf zwei niederländische Mädels, die sich an der gleichen Kreuzung verfahren hatten wie ich. Mein tadelloser (?) Orientierungssinn ließ mich aber die richige Richtung erahnen. Irgendwann musste ich ja auch mal richtig liegen.
Die hoffentlich letzte der hässlichen zu durchfahrenden Großstädte war Leverkusen. Kurz vor Leverkusen wurde ich noch einmal an unsere Rheinexkursion erinnert, als ich tatsächlich den Biergarten fand, in dem wir damals unser erstes Altbier getrunken hatten. Zum Glück war die Durchfahrt durch die Stadt dann nur von einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit geprägt.
Ein paar Kilometer hinter Leverkusen kam schließlich der Kölner Dom in Sicht, dort wechselte ich auf die andere Rheinseite. Am Samstagnachmittag war die Innenstadt natürlich ziemlich belebt und mir begegneten unter anderem zahlreiche JunggesellInnenabschiedsgruppen. Sofern ich das in dem Getümmel ausmachen konnte, war ich allerdings die einzige Tourenradlerin.
| Der Kölner Dom (leider komplett im Gegenlicht). |
Tagesetappe: ca. 65 km
Ich finde alle 3 Fotos klasse! Und du hast vollkommen recht: genau für solche Momente lohnt sich der ganze Aufwand/das ganze Reisen :)
AntwortenLöschenLiebe Grüsse
Die mit dem Reisefieber
Ich freu mich auch schon auf eure nächsten Reiseberichte. Wenn man selber nicht ständig wegfahren kann, muss man eben in Gedanken mit anderen mitreisen :-) Gibt's wieder nen Blog von der nächsten Rallye?
AntwortenLöschenUnd wir können bei dir mitträumen....
AntwortenLöschenHaha, dein tadelloser Orientierungssinn ;-)
Die Fotos machst du alle mit deinem Handy?? Zumindest ist es richtig klasse, dass auch Fotos gibt (und dann noch solch schöne...., der Kölner Dom im Gegenlicht ist doch ein tolles Bild, ich weiß nicht was daran leider ist).
Und übrigens: ist doch gut, wenn man klein reist und wenig Camping-Platz benötigt.
*ganz liebe grüße an meine @_/"
Hui, die Doppelbedeutung von "Camping-Platz" ist ja schön. Und ja, das ist schon praktisch. Was sollte ich auch mit so 'nem riesen Zelt.
AntwortenLöschenDie Fotos sind alle mit meinem analogen Fotoapparat gemacht, da bestell ich beim Entwickeln immer gleich die CD mit. "Leider" ist nur auf allen Fotos, wo das Licht nicht von hinten kommt in der Mitte ein heller Fleck, so auch bei dem Foto vom Kölner Dom. Ansonsten find ich das auch schön.
Ganz liebe Grüße zurück!
Momentan mal, stimmt das, dass du am 25.10. (also Fr) um 7.30 Uhr geantwortet hast?? Arbeiten....??
AntwortenLöschen*liebe grüße* die Tine-Biene