Sonntag, 2. Februar 2014

Finale - der neunte Tag

In dieser Nacht mal wieder eine Premiere. Neben den ganzen anderen Geräuschen konnte man auf einmal auch ein Prasseln auf dem Außenzelt vernehmen: Der erste Regen auf dieser Tour, der sich rasch zu einem ordentlichen Gewitter steigerte. Schnell noch ein überprüfender Blick nach draußen, ob auch alle wichtigen Sachen regensicher verstaut waren. Es war so lange kein Regen gefallen, da wurde man dann doch ein bisschen nachlässig. In den anderen Zelten hörte man ebenfalls geschäftiges Rumräumen. Ich war wohl nicht die einzige, die sich an das schöne Wetter gewöhnt hatte. Am nächsten Morgen stellte ich aber fest, dass alles trocken geblieben war und auch das Zelt trocknete schon wieder so langsam vor sich hin.
Nun ging’s also los zur letzten Etappe. Das bergige Mittelrheintal ließ ich hinter mir und ab Bingen führte der Weg immer nach Osten Richtung Mainz. Kurz vor Mainz entschied ich mich nochmal für eine Beta-Variante der Strecke durch ein Naturschutzgebiet. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wenn kurz vor größeren Städten noch einmal solche ruhigen Gegenden liegen und wenn diese dann durchquert sind, ist man auf einmal so richtig plötzlich in der Stadt.
Mäuseturm in Bingen - leider ganz schön weit weg

Kurz vor Schluss nochmal richtig viel Natur
In Mainz angekommen suchte ich den Weg zum Bahnhof, denn ich wollte mit dem Zug noch ein Stückchen weiterfahren, um eine weitere Freundin zu besuchen. Als ich mich so durch die Stadt wuselte, rief mir mit einem Mal jemand ein „Hallo“ zu und ich wunderte mich zunächst, wer das denn sein könnte, da ich mir nicht dessen bewusst war, in Mainz jemanden zu kennen. Es war der Vater der Familie mit der ich am Vorabend in Oberwesel zusammen Abendbrot gegessen hatte. Er kannte sich in Mainz auch aus und konnte mir daher auch gleich mal den Weg zum Bahnhof erklären. Von dort aus machte ich mich dann mit der Deutschen Bahn auf den Weg nach Odernheim am Glan um die zweite Caro auf dieser Reise zu besuchen. Wir hatten noch zwei schöne Tage im Fledermausdorf, bevor ich mich mit meinem Rad wieder in den Nachtzug Richtung Heimat begab. Und hatte ich noch auf der Hinfahrt gedacht, dass zwei Wagen zwischen Schlafplatz und Fahrrad viel seien, so durfte ich auf der Rückfahrt mein Gepäck durch vier Wagen schleifen. Aber Hauptsache ist ja, man kommt da an, wo man hin will. 

Tageskilometer neunter Tag: 58 km
Zielfoto

 Und hier noch zwei Bilder von den Tagen bei Caro (danke dir für die Fotos):
Auf dem Weg zur Klosterruine Disibodenberg
Was wohnen da nicht alles für niedliche Tierchen!
Nach insgesamt neun Tagen und ca. 620 geradelten Kilometern war meine zweite Solotour nun zu Ende. Es tat wieder einmal unglaublich gut, mit meinem geliebten Rad für längere Zeit unterwegs zu sein. Obwohl ich sagen muss: Jetzt reicht's auch mit dem Rhein und eventuell überhaupt mit Flussradwegen, irgendwann ist es dann doch ein bisschen zu unspektakulär. Also werde ich mal sehen, was mir als nächste Tour einfällt, wir dürfen gespannt sein...



2 Kommentare:

  1. ...und da ahntest du noch nicht, dass in deinem Briefkasten etwas liegt, das dich in diesem Jahr wieder an den Rhein führt :)

    AntwortenLöschen
  2. Caro aus dem Fledermausdorf9. Februar 2014 um 16:28

    Yay,
    Schön die Vollendung des Trips zu lesen :)

    AntwortenLöschen